Als um 8.00 Uhr alle, inklusive Herrn Schreiber und Herrn Lohner,
auf dem Bahnhofplatz Signau standen, konnte das Abenteuer Klassenwoche
Grindelwald beginnen. In Grindelwald angekommen, erreichten wir
nach einem steilen Aufstieg endlich das Ferienheim Herzogenbuchsee.
Die Zimmer wurden bezogen, die Sprüche unter den Betten gelesen...
Am Nachmittag sassen wir alle total konzentriert hinter unseren
Vorträgen zum Thema „Mysterien der Welt“. Nach
dem Abendessen, einer köstlichen Lasagne, ging’s ab in
den Ausgang. Nach einer kurzen Wanderung entlang des Terrassenwegs
oberhalb des Dorfes führte ein Strässchen wieder steil
bergab. Danach wurde der Minigolfplatz unsicher gemacht. Als alle
die leckere Süssmostcrème verdrückt hatten, mussten
wir in die Heia. Nachdem auch die Jungs, nach einer Extraeinladung,
endlich ruhig waren, fiel das ganze Haus in einen tiefen Schlaf.
Dienstag Morgen, ein lautes „Gähn“... Nach dem
Frühstück konnte man Herrn Schreiber draussen beim Schaukeln
beobachten. Anschliessend machten wir uns auf, um das Postauto zu
erwischen, das uns zum Ausgangsort unserer Wanderung brachte. Der
angeblich „ebene“ Wanderweg von Holzmatten/Läger
nach Bort entpuppte sich als ständiges Auf und Ab. Die anschliessende
Talabfahrt mit den Trottibikes überstanden nicht ganz alle
sturzfrei. Bei einem (unerlaubten) Überholmanöver verlor
Mathias die Kontrolle über sein Fahrzeug und fiel in den Strassengraben,
was er jedoch unverletzt überstand. Nachmittags konnten wir
trotz mangelnden nächtlichen Schlafes die Augen über unseren
vorzubereitenden Referaten offenhalten und unsere Mitschüler(innen)
über die Themen-pavillons im Mysterypark per Plakat kurz informieren.
Nach dem Kartoffelstock, dem Ragout und den darauffolgenden Spielturnieren
legten wir uns friedlich schlafen.
Am Mittwochmorgen machten wir uns fit und munter auf zum MYSTERY
PARK!!!
Am Eingang des Parks war für alle, auch für die Nicht–Schwerhörigen,
ein „Hörgerät“ (Headset) bereit gelegt. Durch
diesen Kasten, der sehr robust ist, hörte man die notwendigen
Infos. Der Mystery Park umfasst sieben Themenpavillons, die wir
in unseren Arbeitsgruppen besuchten. Im Zentrum befinden sich diverse
Shops und andere Attraktionen. In der Kugel, die im Zentrum über
dem Park thront, sind Bücher und Filme Erich von Dänikens
ausgestellt. Nach der Mittagspause waren wir frei, wir konnten uns
ansehen, was wir wollten. Das heisst, wir besuchten nochmals unsere
Lieblingspavillons: Maya, Nazca, Orient, Mega Stones, Vimana, Contact
oder Challenge. Zurück im Ferienheim Herzogenbuch-see assen
wir zu Abend, nämlich Kartoffelgratin, Wienerli und Rüeblisalat.
Danach besuchten wir das Strassenfest, welches jeden Mittwoch Abend
speziell für die Feriengäste veranstaltet wird. Dort bestaunten
wir den neuseeländischen Showman bei seinen Kunststücken.
Die Jungs versuchten sich im Hau-den-Lukas. Patrick qualifizierte
sich für den Final, wo er als Achter eine Tasche gewann. Nach
dem feinen Schokoladenmousse zurück im Lagerhaus legten sich
der glückliche Sieger und seine Mitschüler(innen) schlafen.
Donnerstags startete unsere Wanderung mit einer ziemlich kurvenreichen
Busfahrt zum oberen Grindelwaldgletscher. Nach einer kurzen Besichtigung
der nachgebauten Gondel der welt-ersten Seilbahn, dem Wetterhornaufzug
(1908), nahmen wir die 890 Stufen der Holztreppe zum Gletscher unter
die Füsse. Da Bettina jedoch ein Problem mit der Höhe
hat, schaffte sie es nur ein paar Stufen hoch. Nach einer Stunde
für sie langweiligen Wartens kehrten die Restlichen vom Aussichtspunkt
zurück. Nun nahmen wir das steilste Wegstück in Angriff:
Zu Fuss erklommen wir die Pfingstegg, wo die meisten dann rodeln
gingen. Lilo und Noemi hatten das Rodeln nicht so im Griff: sie
fuhren in einer Kurve geradeaus... Unbeeindruckt setzten sie die
Raserei fort. Heisshungrig stürzten wir uns darauf im Lagerhaus
auf die Toasts und das Salatbuffet.
Am späteren Nachmittag arbeiteten wir wieder an den Projekten
für den Elternabend. Nach dem Essen, Nudeln und Rahmschnitzel,
was Frau Zaugg wieder einmal wunderbar hingezaubert hatte, wurden
die Disco und die Gesellschaftsspiele vorbereitet. Die leckere Erdbeercrème
war kaum genossen, gingen die ersten zu Bett. Um Mitternacht war
auch für die restlichen Partygänger Nachtruhe. Diese hielt
jedoch für einige nur kurz an: Anne hatte, wie alle anderen
auch, ihr Handy auch diesmal über Nacht abgegeben. Sie aber
hatte auf 3.00 Uhr in der Früh auf ihrem Handy den Wecker programmiert.
Pünktlich schrillte und vibrierte er in Herrn Schreibers Zimmer
von da an alle fünf Minuten...
Die Heimreise stand an. Da wir bereits vor dem Frühstück
gepackt hatten, konnten wir uns danach direkt ans Putzen machen.
Zwei Stunden früher als geplant sassen die Ersten auf der Treppe
vor dem Haus. So frotzelten wir draussen herum und froren. Nach
einer Verlegung ins Dorf durften wir weiter warten. Dann endlich
war der Zug da. Noch vor den Japanern erreichten wir unsere Plätze!
Ein letzter Blick zurück und Grindelwald verschwand hinter
einem Hügel.
Bettina Neuenschwander, Lilo Schneider
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