Klassenlager der 155b im Emmental

In der Klassenwoche haben wir, die Klasse 155b der Sek Signau, verschiedene Zusammenarbeiten gemacht, die uns näher zusammenbringen sollten, was am Schluss, das dürfen wir dir verraten, auch klappte.

Montag
Eigentlich ist Geografie nicht so unser Lieblingsfach. All diese Karten, Namen, Orte und Gewässer – wer kann sich das schon merken? Doch wir müssen zugeben: so schlecht waren diese Lektionen voller Emmentaler Wissen gar nicht!

Typisch Emmental: was heisst das genau? Ist es dieser Emmentaler, der berühmte Käse des Emmentals? Oder all die nervigen Hügel, die wir armen Schüler auf dem Weg zur Schule überwinden müssen? Oder diese berüchtigte bodenständige Art? Ein Mädchen aus unserer Klasse hat folgendes Beispiel genannt: "Der Bauer, der im Stall den Kuhmist schaufelt, tätigt seine Arbeit stillschweigend, aber eine verwöhnte Stadtfrau kreischt auf der Kuhweide geekelt, wenn sie einen Kuhfladen sieht.”
Nicht, dass wir etwas gegen verwöhnte Stadtfrauen haben, aber … ihr wisst schon, was wir meinen.
Was wir damit sagen wollen: das Thema "Typisch Emmental” war das erste, was wir an dem verschlafenen Montagmorgen behandelt haben. Alle unsere Vorschläge, was Emmental bedeutet (ja, auch der Bauer mit seinen Kühen!), wurden auf der Wandtafel notiert. Danach haben wir das Relief der Sek Signau angeschaut und einander gezeigt, wo Thun, der Hohgant, Bern und noch andere Orte liegen. Auch angeschaut haben wir, was Höhenkurven sind. Wir haben unsere verschiedenen Dialekte verglichen und herausgefunden, dass wir alle verschieden reden. Aber so verschlafen, wie wir alle an unseren Pulten gehangen sind, ging es nicht weiter … nein, es wurde sehr sportlich!
Wir bekamen eine Karte von Signau, eine Karte mit Nummern und die Hoffnung, heil und sicher zum Schulhaus zurückzukehren, in die Hände gedrückt. Verzweifelt suchten wir uns den Weg durch das verwinkelte Signau. Einer unserer fünf Jungen gewann den Orientierungslauf mit der schnellsten Zeit und den meisten Posten.
Von uns allen wurde die Mittagspause des Montags freudig begrüsst. Wir verbrachten sie mit Essen und auf seltsamen Holzpfosten, auch "Stelzen” genannt. Den Rest des Nachmittags haben wir wieder in unserem Klassenzimmer verbracht, in dem wir noch mehr Karten, Gewässer und Orte kennengelernt haben.

Dienstag und Mittwoch
Herr Kipfer hat uns in Zweiergruppen eingeteilt, wo wir einander Fragen gestellt und die Antworten aufgeschrieben haben. Wir haben zu den Kameraden Details aufgeschrieben und Stichworte gemacht, die uns helfen sollten, wenn wir einmal Fragen oder Antworten zu unseren Freundinnen und Freunden liefern sollen. Alle gegenseitigen Vorstellungen fanden im Verlauf der drei Tage statt.
Am Mittwoch haben wir in leere Emmentaler Karten, auf denen auch Thun und Bern noch zu sehen waren, Städte, Dörfer und Seen eingeschrieben. Wir haben gemerkt, dass wir zum Teil Städte und Dörfer nicht gekannt oder am falschen Ort vermutet haben. Es war spannend, weil wir auch den Grössenunterschied der Dörfer und Städte gesehen haben.
Am Nachmittag packten wir zuhause unsere Rucksäcke für den Hohgant.
Das waren lehrreiche Tage mit dem Wissen über das Emmental. Dank Herrn Kipfer haben wir viel Neues über das Emmental erfahren. Wenn ihr also irgendwelche Fragen rund um das Emmental habt, kommt einfach zur Klasse 155b!
(Amélie, Lina)

Velofahrt
Am Dienstag, 31. August 2021, um ungefähr zehn Uhr ging unsere Reise mit dem Fahrrad los. Wir hatten vor, nach Hasle-Rüegsau ins Emme-Museum zu fahren. Doch schon in Schüpbach gab es eine kleine Panne. Danach fuhren wir weiter bis nach Emmenmatt und schauten uns den Zusammenfluss von Emme und Ilfis an. Weiter fuhren wir bis Zollbrück, um uns eine Schwelle anzusehen. In Lützelflüh haben wir Herrn Baumann abgeholt, und er hat uns zu einem Picknick-Platz geführt, wo wir dann schliesslich auch gegessen haben. Anschliessend sind wir zum Emme-Museum geradelt. Dort haben wir uns alles genau angeschaut und einen Fragebogen über die Emme ausgefüllt. Danach haben wir entschieden, ob wir in die Badi Lützelflüh gehen wollen. Die Mehrheit war dafür und so machten wir uns auf den Weg. Dort ging ein Teil von uns ins Wasser: es war 19°C "warm". Es machte sehr viel Spass, im Wasser herumzutoben. Als es Zeit war, fuhren wir zurück nach Schüpbach und hier trennten sich unsere Wege. Am nächsten Tag sahen wir uns natürlich wieder.
Das war ein sehr toller Ausflug!
(Emely und Luna)

Wanderung auf den Hohgant
Am Donnerstag trafen wir uns am Bahnhof in Signau. Herr Kipfer und Herr Baumann warteten bereits auf uns. Als wir alle eingetroffen waren, teilte uns Herr Kipfer Risotto, Milch oder Schokoladenmousse zu. Dann stiegen wir in den Zug und fuhren von Signau nach Langnau und Escholzmatt. Dann stiegen wir in den Bus nach Kemmeriboden-Bad, wo wir in das Hotel gingen, um uns das grosse Relief anzuschauen. Nach einer Pinkelpause marschierten wir los.
Die Wanderung war sehr anstrengend, aber auch mega toll. Wir machten immer wieder kleinere und grössere Pausen. Um zur Hütte zu gelangen, brauchten wir rund sechs Stunden.
Bei der Hohganthütte ruhten wir uns ein wenig aus und kochten dann. Natürlich lebten wir uns auch ein wenig in der Hütte ein. Am Abend machten wir noch Spiele. Dann wurde es schon Zeit fürs Bett.
Wir Mädchen waren am Abend noch ein bisschen laut, so dass Herr Kipfer kommen musste. Aber dann schliefen wir ein. Am Morgen um drei Uhr erwachten alle Mädchen. Weil 14 extrem heiss hatten und die drei anderen fast erfroren, machten wir die Fenster auf. Die Mädchen, die kalt hatten, deckten sich mit mehr Wolldecken zu. Als die Fenster offen waren, schliefen die meisten Mädchen gleich wieder ein. Um halb sieben klingelte der Wecker eines Mädchens und alle wachten auf. Bis Herr Kipfer uns "wecken" kam, dösten wir noch ein bisschen, standen dann auf und assen Frühstück. Danach stiegen wir auf den Gipfel ausser sechs Personen, welche die Hütte sauber machten und Wasser zum Trinken abkochten. Der Abstieg war toll und sturzfrei. Die Hohgantwanderung war für alle ein tolles Erlebnis.
(Zipporah und Yara)

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